Die schönsten Brüsseler Aussichtspunkte

Die schönsten Brüsseler Aussichtspunkte

Sie möchten den Blick über die Brüsseler Skyline schweifen lassen? Wir verraten Ihnen die schönsten Aussichtspunkte, von denen aus Sie die 1001 Gesichter und Facetten der belgischen Hauptstadt bewundern können.

Begeben Sie sich auf Anhöhen, Türme oder Brücken und genießen Sie die Aussicht, um Brüssel einmal aus der Vogelperspektive zu betrachten - für ein romantisches Stelldichein oder als perfekter Fotospot. Bis zum Horizont wechseln sich rote Ziegeldächer mit Wolkenkratzern, Baumkronen und Glockentürmen ab...

  • Der Place Poelaert

    Der Aussichtspunkt am Place Poelaert ist ein Klassiker. Sobald die Sonne sich zeigt, wird die Balustrade hinter dem Justizpalast zum beliebten Treffpunkt. Dabei ist der Blick auf die Brüsseler Unterstadt bei Sonnenuntergang besonders schön. Am Horizont zeichnen sich das Atomium, die Basilika von Koekelberg und sogar der "Hollywood"-Schriftzug auf einem Wohnblock in Molenbeek ab. Wussten Sie, dass der Justizpalast einst aus strategischen Gründen an dieser Stalle errichtet wurde? Das ihm zu Füßen liegende Marollen-Viertel war seinerzeit ein ziemlich rebellisches Viertel. Man hoffte darauf, dass die Bewohner mit einem derart imposanten Justizgebäude im Nacken eher geneigt wären, sich an die Gesetze zu halten !


    © visit.brussels - Eric Danhier

    Mont des Arts

    Ein weiterer Klassiker der Brüsseler Aussichtspunkte: der Mont des Arts. Von dem oberen Absatz der majestätischen Treppe zwischen dem Mont des Arts und dem Place Royale lässt sich am besten die Aussicht genießen. Im Vordergrund erstrecken sich die eleganten französischen Gärten, die sich im Laufe der Jahreszeiten immer wieder in neue farbige Gewänder hüllen. Im Hintergrund schweift der Blick über das historische Stadtzentrum, das von dem 96 m hohen Rathausturm überragt wird.

    Tipp: Herrliche Aussicht und neue Perspektiven bieten auch die fünfte Etage der Königlichen Bibliothek und die Terrasse des Musikinstrumentenmuseums. Doch wie ist der Mont des Arts (dt. Kunstberg) eigentlich zu seinem Namen gekommen? Der Mont des Arts wurde ab Ende des 18. Jahrhunderts in mehreren Etappen um den Palast des Gouverneurs Karl Alexander von Lothringen herum errichtet, der bereits zahlreiche künstlerische und wissenschaftliche Sammlungen beherbergte. Nach und nach wurden an dieser Stelle die Königliche Bibliothek (1795) und ein „Departementsmuseum“ (unter dem französischen Regime, 1801) eingerichtet. Im Jahr 1880 beauftragte König Leopold II., der die Brüsseler Oberstadt zu einem künstlerischen Zentrum machen wollte, den Architekten Alphonse Balat mit dem Bau eines Palastes der Schönen Künste (den späteren Königlichen Museen der Schönen Künste), in dem verschiedene Sammlungen untergebracht werden sollten.


    © visit.brussels - Eric Danhier

    Der Cinquantenaire-Triumphbogen

    König Leopold II. veranlasste in der belgischen Hauptstadt den Bau einer ganzen Reihe von historischen Gebäuden. Der Cinquantenaire-Triumphbogen zur Feier des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit Belgiens zählt sicherlich zu seinen herausragenden architektonischen Projekten. In 45 Metern Höhe bietet der Triumphbogen einen herrlichen Ausblick. Wie man dorthin gelangt? Über das Königliche Museum für Armee und Militärgeschichte, von wo aus Sie (nachdem Sie den Eintritt bezahlt haben) über eine Treppe auf den Triumphbogen gelangen. Und das ist auf jeden Fall die Mühe wert! Genießen Sie den Blick auf den Parc du Cinquantenaire, die Hauptverkehrsadern, das EU-Viertel und die ein oder andere Kirchturmspitze.


    © visit.brussels - Denis Erroyaux

    Die Brücke über den Parc de Tour & Taxis

    Die Brücke, die sich über den Parc de Tour & Taxis spannt, ist eigentlich nicht als Aussichtpunkt bekannt, dabei bietet sie ein fantastisches Panorama der Stadt. Lassen Sie Ihren Blick über das Grün der Rasenflächen und die historischen Gebäude von Tour & Taxis schweifen, die mit dem wirtschaftlichen Zentrum im Hintergrund kontrastieren. Die Skyline ist geprägt von Gebäuden und Hochhäusern, die Brüssel mit den großen europäischen Städten und Wirtschaftszentren in eine Reihe stellt. Rechts erheben sich der Gare Maritime mit seiner frisch renovierten Glas- und Stahlarchitektur und der imposante Entrepôt Royal. Auf der linken Seite erblicken Sie ein ungewöhnliches Gebäude in Form eines Toasters. Es handelt sich um das nachhaltig gestaltete Gebäude der Brüsseler Umweltbehörde. Weiter am Horizont der Up-Site-Turm, das höchste Wohngebäude Belgiens, und die drei Wolkenkratzer des World Trade Centers im Brüsseler Norden.


    © visit.brussels - Jean-Paul Remy

    Atomium

    Das Atomium ist natürlich der perfekte Ort für einen 360-Grad-Rundumblick. Erklimmen Sie die oberste Kugel in luftigen 92 Metern Höhe. Von der siebten Etage dieses gelinde gesagt ungewöhnlichen Bauwerks, das einst für die Weltausstellung 1958 errichtet wurde, reicht der Blick bei klarem Wetter bis nach Antwerpen. Anhand von Ferngläsern und der Beschilderung können Sie die herausragenden Gebäude der Brüssel Skyline zuordnen und erfahren die jeweilige Entfernung zu anderen Großstädten der Welt. Neben dem atemberaubenden Ausblick locken zudem die verschiedenen Ausstellungsräume des Atomiums. Der Zugang zum Atomium ist kostenpflichtig.


    © visit.brussels - Jean-Paul Remy

    Basilika von Koekelberg

    Noch ein Bauwerk, noch ein Panorama. Willkommen auf der Spitze der gigantischen Herz-Jesu-Basilika (Basilique du Sacré-Coeur) in der Gemeinde Koekelberg in 52 Metern Höhe. Dieses Art-déco-Meisterwerk aus der Feder des Architekten Albert Van Huffel beeindruckt nicht nur durch seine bombastischen Ausmaße, sondern auch durch seinen fantastischen Ausblick auf Brüssel und das Umland. An klaren Tagen können Sie sogar die Schiefe Ebene von Ronquières in der Provinz Hennegau und die Kathedrale von Mechelen in der Provinz Antwerpen erspähen.
    Der Grundstein der Basilika wurde 1905 gelegt, doch erst 65 Jahre später wurde der Bau, nach zwei Weltkriegen am 11. November 1970, fertiggestellt. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Highlight!


    © J-P Remy

    Cité administrative - das Brüsseler Verwaltungsviertel

    Zwischen der Kongresssäule, die an die Gründung des belgischen Staates erinnert, und dem Tour des Finances – dem alles überragenden Wolkenkratzer des Finanzamts – erstreckt sich eine riesige Betonplatte, von der aus Sie die Glockentürme der Kathedrale Saints-Michel-et-Gudule, den Rathausturm, die Herz-Jesu-Basilika von Koekelberg und die Wolkenkratzer im Brüsseler Norden bewundern können – besonders reizvoll bei schönem Wetter und bei Sonnenuntergang, wenn sich das Licht und die Wolken sich in den umliegenden Glastürmen spiegeln.


    © visit.brussels

    Jardin Botanique

    Und dann wäre da noch der alte Botanische Garten, der zwar nicht mit vielen Höhenmetern, wohl aber mit einem poetischen Panoramablick punkten kann. In der Tat bietet die Perspektive von der Treppe aus entlang der Rue Royale schöne Kontraste zwischen den terrassenförmig angelegten Gärten, den barocken Gebäuden des Botanischen Gartens mit seiner Rotunde, den Gewächshäusern und den Glasriesen des Brüsseler Geschäftsviertels, die im Hintergrund in den Himmel ragen.


    © visit.brussels - Jean-Paul Remy

    Parc Duden

    Der etwas südlich des Parc de Forest gelegene Parc Duden ist ein wahres Schmuckstück unter den Brüsseler Parks. Als Zeuge der forstwirtschaftlichen Vergangenheit der Gemeinde Forest ist der Parc Duden bis heute sehr waldreich und hügelig. Einer der Hänge befindet sich in 90 Metern Höhe. Vom Nordhang aus haben Sie einen schönen Blick auf den Square Lainé, den Parc de Forest und den Justizpalast.

    Im Mittelalter war der Parc Duden Teil des ehemaligen Waldes „Bois de la Heedge”, der sich im Besitz der Abtei von Forest befand und zum großen Zonienwald gehörte. Danach wechselte der Park mehrmals den Besitzer, bevor er 1869 von dem Spitzenhändler Guillaume Duden (daher der Name), erworben wurde. Bei seinem Tod vermachte Guillaume Duden den Park König Leopold II. mit der Auflage, ihn in einen öffentlichen Park umzuwandeln.