Einen Kaffee, bitte!

Einen Kaffee, bitte!

Die Kaffeepause ist in vielen Ländern ein festes – und im wahrsten Sinne des Wortes heiß geliebtes – Ritual. Frühmorgens gleich nach dem Aufstehen, auf dem Weg zur Arbeit oder nach dem Essen – jeder hat seine persönlichen Kaffeevorlieben. In den vergangenen Jahren sind die Adressen für Kaffeetanten und Koffeinjunkies in Brüssel wie Pilze aus dem Boden geschossen: Röstereien, Cafés, Espresso-Bars etc.

Aber wo findet man in Brüssel eigentlich einen wirklich guten Kaffee? Die gute Nachricht: eigentlich überall! Unter „gutem“ Kaffee verstehen wir Spezialitätenkaffee, Gourmetkaffee, Spitzenkaffee oder Fair-Trade-Kaffee mit feinen Geschmacksnoten. In Brüssel gibt es seit ein paar Jahren unzählige Adressen, die exzellenten Kaffee im Angebot haben – vom Spitzen-Kaffeeröster bis zur Kaffee-Bar, die ihr sorgfältig ausgewähltes Sortiment mit Ristretto, Espresso, Filterkaffee (Chemex, V60, Aeropress), Cappuccino etc. teilweise auch über kleine Online-Shops vertreiben. Darüber hinaus gönnt man sich in Brüssel eine eigene Kaffeewoche Brussels Coffee Week  und einen Kaffee-Parcours Brussels Coffee Tour.

  • Wide Awake - ©Cliff Lucas

    Hier unsere Auswahl

    Bars und „Ateliers“

    Belga & Co
    Hinter den drei Brüsseler Filialen des Café Belga & Co (Rue du Bailli, Grand-Place und Saint-Boniface-Viertel) stehen die beiden Freunde Loïc und Charly. Der eine ist leidenschaftlicher Kaffeekenner, der andere ist der Business-Profi – und gemeinsam bereisen sie die Welt auf der Suche nach den besten Arabica-Kaffeebohnen. Ruanda, Brasilien, Äthiopien, Kenia, Nicaragua… die Kaffeebohnen aus fernen Ländern werden anschließend vor Ort in Belgien geröstet, um dann von den Brüsseler Baristas des Belga mit Liebe und Expertenhand zubereitet und serviert zu werden.

    Café Capitale
    Für Kaffeeliebhaber führt eigentlich kein Weg vorbei an den drei Filialen des Café Capitale. Seit Jahren verwendet François Lafontaine, Café-Gründer und versierter Barista in einem, ausschließlich die besten Kaffeebohnen aus aller Welt. Er röstet sie im Brüsseler Marollen-Viertel und sorgt dafür, dass sich die Geschmacksnoten voll entfalten können. Zudem bildet er selbst neue Baristas aus, die den feinen Kaffee dann nach allen Regeln der Kunst zubereiten und servieren können. Kleines Extra: Das Café in der Rue du Midi hat eine kleine Schallplatten-Ecke eingerichtet. Kaffee und Musik… das klingt nach dem Paradies auf Erden.

    Corica
    Corica ist eine echte Brüsseler Kaffee-Institution, deren Geschichte sich bereits über drei Generationen zieht. Und die vielen Jahrzehnte Erfahrung schlagen sich natürlich im Geschmack und in der Qualität nieder, die bei Corica im Mittelpunkt stehen. Der traditionelle Röstvorgang bei Corica sorgt dafür, dass sich die Aromen der 28 Arabica-Sorten perfekt entfalten können. An zwei Tresen kann Kaffee (gemahlen oder als ganze Bohne) gekauft oder gekostet werden. Im Zweifelsfall beraten die Baristas Sie gerne (und kompetent!). Weitere Besonderheit sind die verschiedenen Kaffeemühlen, mit denen Sie die verschiedenen Mahlgrade vergleichen können.

    MOK Specialty coffee Roastery & Bar
    Das Mok ist ein Herzensprojekt von Jens Crabbé, seines Zeichens Mikro-Kaffeeröster aus Louvain, der sich vor kurzem in Brüssel niedergelassen hat, um hier eine Kaffeebar und -rösterei für fairen Kaffee zu eröffnen. Jens arbeitet direkt mit den Kaffeeerzeugern zusammen, die er persönlich kennt. Zusätzlich zu den Kaffees mit feinen Noten zwischen Zimt, Vanille, Schokolade, Clementine etc. gibt es kleine hausgemachte, vegetarische oder vegane Snacks der Saison.

    OR coffeeAna Attento
    OR ist die Geschichte von zwei Kaffeekennern: Tom Janssens und Katrien Pauwels. Als sie OR 2001 gründeten, galten sie noch als Pioniere für Spezialitätenkaffee. Nach der Eröffnung einer eigenen Kaffeerösterei folgten ein Ausbildungszentrum und vier Bars, von denen zwei sich in Brüssel befinden. Die beiden Filialen firmieren heute unter dem Namen Ana Attento, servieren aber nach wie vor die Spitzenkaffees von OR. Tom und Katrien hingegen bereisen weiter die Welt auf der Suche nach den besten Fair-Trade-Kaffeeproduzenten.

    Parlor Coffee
    Das 2012 von dem belgisch-japanischen Paar Bram und Yumi eröffnete Parlor Coffee verbindet den Charme einer Espresso-Bar mit dem Know-how einer Kaffeerösterei. Das Duo röstet die Kaffeebohnen vor Ort und reicht hausgemachte Snacks zum Kaffee oder zum japanischen Tee. Besonders köstlich ist das Matcha-Gebäck! Die Kaffeebohnen stammen von kleinen Fair-Trade-Kaffeeproduzenten, die hauptsächlich in Lateinamerika angesiedelt sind.


    Corica ©Louis Vielle

    Boutiquen und „Ateliers“

    Black Potion Coffee
    Black Potion Coffee ist eine Mikrorösterei für Spezialitätenkaffee im Herzen von Brüssel. Betrieben wird sie von dem Gründer des in Kennerkreisen bekannten Café Capitale, François Lafontaine. Spezialität des Hauses sind hochwertige Arabica-Kaffeesorten, die ohne Pestizide von kleinen Erzeugern angebaut werden, wobei die Bohnen von Hand geerntet werden. Das Sortiment der Rösterei umfasst acht bis zehn verschiedene sortenreine Kaffeesorten aus jeweils einem Anbaugebiet. Neugierig? Wenn Sie mehr über das schwarze Gold erfahren möchten, können Sie an einer Führung durch die Rösterei teilnehmen.

    Santos Palace
    Bereits im frühen 20. Jahrhundert öffnete diese Kaffeerösterei, damals unter dem Namen „Compagnie Brésilienne“, ihre Pforten in Molenbeek-Saint-Jean. So kann das Santos Palace bereits auf mehr als ein Jahrhundert Kaffee-Erfahrung zurückblicken. Und das schmeckt man natürlich: Das breit gefächerte Sortiment umfasst Kaffeesorten aus aller Herren Länder, unter anderem auch den Mokka Fair Trade. Probiert werden kann in der Kaffee-Boutique in der Rue Marché aux Poulets 3.

    Kaffeerösterei Van Dael
    Die Kaffeerösterei Van Dael ist eine historische Brüsseler Kaffee-Institution mit dem Charme eines alten Kolonialwarenladens! Vier Generationen von Kaffeeröstern haben hier emsig an dem exzellenten Ruf der Familie Van Dael gearbeitet – sie stehen seit mehr als 125 Jahren voll und ganz im Dienste des Kaffees! Die gerösteten Bohnen stammen aus Fair-Trade-Kaffeeplantagen in Brasilien, Costa Rica, Guatemala, Mexiko und Kolumbien. Das Angebot umfasst zudem ausgewählte Teesorten.
    Keine Website - Rue Marie-Christine 134, 1020 Laeken

    Wide Awake
    Das Wide Awake in der Rue de Flandre ist Kaffeerösterei und -geschäft in einem. Die Betreiber Senina und Rutger wählen ihre Kaffeebohnen mit größter Sorgfalt aus, rösten sie, kosten sie und bieten sie anschließend sortenrein als „Single Origins“ oder als feine Mélange in Form ihrer acht Kaffeespezialitäten an. Jede Sorte zeichnet sich durch ihren besonderen Charakter aus und variiert hinsichtlich Säure, Milde, Sensorik und Geschmacksnoten. Ihre Kaffees findet man in zahlreichen Brüsseler Cafés.


    Mok @Birgit Sterck

    Die Kaffeebars zum Probieren und Genießen

    Bouche
    Bouche ist eine charmante Kaffeebar in der Rue de Namur, die voll und ganz auf Spezialitätenkaffee setzt. In die Tasse kommt hier nur erstklassiger Kaffee – und das in allen möglichen Variationen: Espresso, Long Black, Americano, Macchiato, Cortado, Flat White... Treffen Sie Ihre Wahl und beobachten Sie dann das Schauspiel der Baristas, die Ihren Kaffee mit routinierten Handgriffen vor Ihren Augen zubereiten. Zusätzlich zum Kaffee zaubert das Team köstliche Menüs mit hauptsächlich vegetarischen Gerichte aus saisonalen Zutaten auf den Tisch. Duftender Kaffee, leckeres Essen, helle, freundliche Farben und viel Holz sorgen für eine herrlich entspanntes Ambiente.

    Buddy Buddy
    Für Liebhaber von hausgemachter Erdnussbutter und dem feinen Kaffee der Rösterei Mok. Hier ist alles vegan!

    Cup 28°
    Hier gibt es nicht nur Kaffee, sondern auch hausgemachtes Gebäck und absolut Instagram-taugliche Bubble Waffles…

    Fika
    Fika bedeutet auf Schwedisch „Kaffeepause“. Genießen Sie in dem charmanten Gärtchen mit Ausblick eine schwedische Zimtschnecke.

    Frank
    Köstliche Brunchs und Gourmet-Kaffees.

    Gruun
    Grünpflanzen und Kaffee. Was will man noch mehr?

    Hinterland
    Hinterland ist ein echtes urbanes Refugium - lassen Sie sich hier ein Frühstück, ein Brunch oder ein kleines Mittagessen schmecken.

    Jackie Coffee & Magazines
    Jackie ist das Projekt der ehemaligen Anwältin Kiliane, die den Entschluss gefasst hat, sich voll und ganz ihrer Leidenschaft zu widmen: dem Spezialitätenkaffee. Das Jackie in Saint-Gilles ist allerdings mehr als nur eine Kaffeebar. Zum Konzept gehört auch eine bunt gefächerte Auswahl unabhängiger Zeitschriften aus den Bereichen Design, Reisen, Nachrichten und Sport, die Sie entweder vor Ort lesen oder direkt kaufen können.

    Kaffabar
    Das Maskottchen der Kaffabar ? Marcel, eine englische Bulldogge.

    Kafei
    Kleines asiatisches Kaffee der Inhaber des Cup28 – hier gibt es zusätzlich köstliche Mittagessen.

    Kami
    Ein Café zum Wohlfühlen, betrieben von Elias und Clara. Besondere Empfehlung: die hausgemachten Snickers.

    L’Alchimiste
    Bio-Kaffeebar, die vor allem auf pflanzliche Zutaten setzt – perfekt für eine kleine Pause nach einem Spaziergang im benachbarten Parc de Forest.

    Le Phare du Kanaal
    Kleine Bar mit Co-Working-Konzept am Brüssel Kanal – hier wird Kaffee von OR serviert.

    Living Room
    Concept Store, das Design, kleine Snacks und guten Kaffee unter einem Dach vereint.

    Lucifer Lives Coffee
    Espresso-Bar mit veganem Gebäck – hier gibt es das wohl beliebteste Frühstück des ganzen Marollen-Viertels.

    My Little Cup
    Antoine, der sympathische Betreiber und Barista, stöbert mit Leidenschaft nach neuen Kaffeesorten von europäischen Kaffeeröstern.

    Pardon Brussels
    Bekannt für die verschiedenen Variationen auf die Brüsseler Waffel.

    Tuck Shop
    Hier wird der Kaffee nicht nur nach allen Regeln der Kunst, sondern auch mit einem Lächeln serviert.

    Yuka Espresso Bar
    Schöne Espresso-Bar, die neben Kaffee auch köstliche Tees im Angebot hat.


    Wide Awake - ©Cliff Lucas