Die besten Brüsseler Pommesbuden mit den besten belgischen Pommes

Die besten Brüsseler Pommesbuden mit den besten belgischen Pommes

Aufgrund der Corona-Krise bleibt bei einem Großteil der Brüsseler Gastronomiebetriebe leider die Küche kalt. Die gute Nachricht? Eine Tüte wunderbar knuspriger Pommes bekommen Sie in Brüssel vielerorts trotzdem weiterhin auf die Hand. Dabei sind die Frittenbuden der belgischen Hauptstadt – oder „Fritkots“ wie sie liebevoll in schönster Brusseleir-Mundart genannt werden – nicht nur Anlaufstelle für Flaneure mit Appetit auf leckeres Brüsseler Soul Food, sondern auch typische Aushängeschilder der verschiedenen Brüsseler Stadtviertel. Von den großen Klassikern der Brüsseler Frittenbuden über die trendigen Pommesmanufakturen bis hin zu den ausgefallenen kleinen Adressen – hier werden Sie fündig und können ganz nebenbei die schönsten Brüsseler Stadtviertel entdecken!

  • Pommes frites und schöne Plätze im Europaviertel

    Beim Brüsseler EU-Viertel denken die meisten wohl unweigerlich an die Institutionen der Europäischen Union. Dabei bietet dieser Stadtteil weit mehr als die nüchterne Stahl-Glas-Architektur der Bürogebäude, z. B. originelle Geschäfte, schöne Grünanlagen, Museen mit Weltruf und lebendige Plätze. Bestes Beispiel ist der Place Jourdan, der eine ganz andere Art von Institution beherbergt: die frisch renovierte Pommesbude Maison Antoine, die seit mehr als 70 Jahren den guten Ruf der Brüsseler Fritten hoch hält. Und am Place du Luxembourg gibt es Pommes – und Burger – von dem trendigen Glamour-Imbiss Be Burger.


    Maison Antoine, Place Jourdan1040 Etterbeek, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und königliches Ambiente in Saint-Josse

    Die Welt passt in ein Dorf und das Dorf heißt in diesem Fall Saint-Josse-ten-Noode – in der kleinsten Brüsseler Gemeinde werden sage und schreibe sechzig Sprachen gesprochen! Darüber hinaus birgt Saint-Josse eine ganze Reihe architektonischer Perlen. Seine prächtigen, von Jugendstilbauten gesäumten Plätze erfreuen sich bei den Beamten des nahegelegenen EU-Viertels großer Beliebtheit. Ein weitere kleine Perle – dieses Mal der Brüsseler Frittenlandschaft – ist die Pommesbude Friterie Saint Josse auf dem gleichnamigen Platz. Seit 1931 wird sie als Familienbetrieb geführt. Martin, der langjährige Chef-Fritten-Bräter, hat den Kochlöffel bzw. das Kartoffelschälmesser unlängst an Palma abgegeben, um selbst in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen.



    Friterie Saint-Josse, Leuvensesteenweg 99 1210 Sint-Joost-ten-Node, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und die Teiche von Flagey

    Nicht weit vom EU-Viertel offenbart sich rund um den Place Flagey eine komplett andere Welt: Ein Viertel zwischen kosmopolitischer und kultureller Vielfalt, in dem es sich gut leben und „chillen“ lässt. Während Sie auf die Wiedereröffnung der Café-Terrassen am Place Flagey warten, können Sie sich in die lange Schlange vor der berühmten Pommesbude Frit’Flagey anstellen, die sowohl tagsüber als auch abends hungrige Frittenkäufer anlockt. Samstags und sonntags schlagen Sie gleich drei Fliegen mit einer Klappe: ein Spaziergang an den Teichen, ein Bummel über den Wochenmarkt und eine Portion knusprige Pommes auf die Hand!



    Frit'Flagey,
    Eugène Flageyplein 1050 Elsene©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und die Szenelokale im Châtelain-Viertel

    Auf der anderen Seite der eleganten Avenue Louise, die an den oberen Teil des Flagey-Viertels grenzt, liegt das Châtelain-Viertel. Hier können sich Architekturliebhaber an den zahlreichen Jugendstilbauten erfreuen. Hinzu kommen Kunstgalerien und Gourmet-Adressen. Besonders erwähnenswert ist die Frittenbar Bintje (namensgebend ist die berühmte Kartoffelsorte!). Hier sind die Bio-Pommes hausgemacht und werden zu klassischen oder vegetarischen Burgern serviert. Noch mehr Burger und Pommes gibt’s bei Rambo. Beide derzeit natürlich zum Mitnehmen!



    Bintje,
    Simonisstraat 62 1050 Elsene©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und Jugendstil in Saint-Gilles

    Zwischen dem Châtelain-Viertel und dem benachbarten Saint-Gilles sind die Straßenzüge immer wieder von schönen Jugendstilbauten gesäumt! Das Viertel mutet fast wie ein Freilichtmuseum an, in dem es sich herrlich flanieren lässt. Ein Spaziergang durch Saint-Gilles führt Sie vorbei an schönen Fassaden mit aufwendigen Verzierungen oder dem typischen Brüsseler Backstein, zu verborgenen Parks oder dem prunkvollen Rathaus… wem der Magen knurrt, den erwarten als köstliche Endstation zum Beispiel diese beiden Pommes-Adressen: Nur wenige Meter vom Kreisverkehr der Barrière de Saint-Gilles entfernt, brutzelt die Pommesbude Barrière seit Generationen ihre Fritten. Und etwas weiter unten auf dem Platz Parvis de Saint-Gilles befindet sich nicht nur der Wochenmarkt, sondern vor allem auch das beliebte und geliebte Patatak, wo die Pommes aus 100 % lokalen Zutaten und mit ebenso viel Liebe auf traditionelle Art und Weise zubereitet werden.



    Patatak, Sint-Gillisvoorplein 
    31 1060 Saint-Gillis, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und Natur in Uccle

    Etwas gemächlicher und beschaulicher geht es auf dem Spaziergang durch die Gemeinde Uccle im Brüsseler Süden zu. Und tatsächlich fühlt man sich hier ein wenig wie auf dem Dorf: Enge Gassen mit charmanten Häusern, Alleen mit prachtvollen Residenzen, Gärten und ländliches Flair. Und wie heißt es so schön… frische Luft macht Appetit! Gute Nachrichten für Fritten-Feinschmecker: Die gehobene Pommesbude Chez Clémentine am Place Saint-Job verbindet Tradition mit Moderne und Umweltbewusstsein. Und in der Friterie du Bourdon gibt es gar „Haute Couture“-Pommes frites, denn hier wird die Kartoffel gemäß der Hohen Schneide(r)kunst von Hand auf exakt 13 mm zugeschnitten... seit 30 Jahren die Dimensionen des Glücks.



    Sint-Jobplein 40 1180 Ukkel, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und japanische Kirschblüten in Watermael-Boitsfort

    Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Uccle zählt Watermael-Boitsfort zu den grünsten Brüsseler Gemeinden. Mit dem nahegelegenen Zonienwald, den zahlreichen Parks, den Blumengärten der beiden Gartenstädte und den japanischen Kirschbäumen, die die Straßen im Frühling in ein romantisches rosa Blütenmeer tauchen, bietet die Gemeinde unschlagbare Vorzüge für alle Lebenskünstler und Genießer. Gutes Essen gehört hier zum guten Ton – angefangen mit dem schönen Sonntagsmarkt... bis hin zu der ausgemusterten Straßenbahn Tram de Boitsfort, in der sich eine erstklassige Pommesbude verbirgt, die hier den schönen Marktplatz als Endstation gewählt hat.



    Tram de Boisfort, 
    Andrée Payfa-Fosseprezplein 1170 Watermaal-Bosvoorde, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und Brüsseler Lebensfreude in den Marollen

    Zurück ins Brüsseler Stadtzentrum, wo das elegante Sablon-Viertel und die volkstümlichen Marollen auf den ersten Blick nicht viel gemeins haben... im Sablon-Viertel erwarten Sie die beiden Plätze Grand Sablon und Petit Sablon, die berühmte Kirche, Antiquitätenhändler, elegante Boutiquen und die Crème de la Crème der internationalen Chocolatiers-Kunst. Etwas bergabwärts in den Marollen ist das Straßenbild geprägt von dem Flohmarkt auf dem Place du Jeu de Balle, den Second-Hand-Läden, den Vintage-Boutiquen, dem Skatepark... und der Frittenbude Friture Pitta de la Chapelle, die trotz – oder gerade wegen - ihres etwas in die Jahre gekommenen Looks einen Abstecher wert ist. Die lange Schlange hungriger Kunden spricht Bände!



     Friture Pitta de la Chapelle, Hoogstraat 25 1000 Brussel, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites rund um den Grand-Place

    Das Brüsseler Stadtzentrum birgt einige der großen Klassiker der Stadt – vom Museumsviertel bis zum historischen Kopfsteinpflaster des Grand-Place mit seinem prunkvollen Rathaus, von der historischen Einkaufsgalerie Galeries St Hubert bis zum Place de la Monnaie mit der Staatsoper – und mittendrin ein kleiner pinkelnder Bengel als Wahrzeichen der Stadt! Appetitanregender ist da schon ein anderes Markenzeichen der Stadt: belgische Pommes! Zwei Fritkots versorgen Innenstadtbesucher mit dem knusprigen Gold: Die Pommesbude Tabora in der gleichnamigen Straße beherrscht die Kunst, Pommes zu brutzeln, die innen weich und außen knusprig sind. Fritland's, gleich gegenüber der ehemaligen Börse, ist die Geschichte einer albanischen Familie, die hier bereits seit zwei Generationen mit viel Herzblut ihren Brüsseler Fritkot betreibt.



    Fritland,
    Henri Mausstraat 49 1000 Brussel©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites und Flanierereien im Sainte-Catherine-Viertel

    Nicht weit von den goldverzierten Fassaden des Grand-Place lädt das Sainte-Catherine-Viertel zum Flanieren ein. Kulturerbe, Architektur und historische Stätten säumen hier die Gassen und Straßen. Die ehemaligen Kais rund um den Bassin de Sainte-Catherine und der Place Sainte-Catherine sind eigentlich die perfekten Orte zum Schlemmen von Fisch und Meeresfrüchten, doch wem der Sinn nach etwas Bodenständigem steht, der holt sich bei Choucke seine Tüte Pommes.
    Und sobald die Restaurants wieder öffnen, finden Liebhaber von Edel-Pommes ihr Glück bei Frites Atelier, dem Frittenatelier von Sternekoch Sergio Herman.

    Frites Atelier, Sint-Katelijnestraat 32 1000 Bruxelles, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites, frische Luft und René Magritte in Jette

    Die Gemeinde Jette im Brüsseler Norden erfreut sich immer größerer Beliebtheit, denn hier kann man Landluft schnuppern und im Grünen Energie auftanken. Zu den wahrscheinlich ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten zählen das ehemalige Wohnhaus des Surrealisten René Magritte und die naturgetreue Nachbildung der Pilgergrotte von Lourdes. Sonntags strömen die Menschen auf den Place du Miroir, um sich auf dem Wochenmarkt mit Leckereien einzudecken. Leckereien ist auch das Stichwort für die legendäre Friterie du Miroir, wo die Pommes nach allen Regeln der belgischen Frittenkunst zubereitet werden. Und wer nach großzügig geschnittenen Kartoffeln und urigen Begegnungen mit Einheimischen Ausschau hält, der findet am Place Cardinal Mercier bei Big Moestasje sein Glück. 


    Frituur de spiegel, Koningin Astridplein 1090 Jette, ©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites, Natur und Kultur rund um das Heysel-Plateau

    Sie möchten Kultur, Unterhaltung und Natur unter einen Hut bekommen? Dann auf in Richtung Heysel, gleich neben dem königlichen Anwesen. Unternehmen Sie bei Mini-Europe eine blitzschnelle Sightseeing-Tour durch den europäischen Kontinent in Kleinformat, greifen Sie im Planetarium nach den Sternen... oder erklimmen Sie die blitzblanken Kugeln des Atomiums. Die Rasenflächen der umliegenden Parks laden zum Entspannen und Picknicken ein... z. B.  – Sie ahnen es – mit einer Tüte Pommes von dem kleinen blau-weißen Fritkot Vandervaeren, direkt am Fuße des Atomiums!


    Friterie Vandervaeren, 
    Boulevard du Centenaire 1020 Bruxelles©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Pommes frites von Jef's in Neder-Over-Heembeek

    Unsere Frittenbuden-Tour durch Brüssel wäre ohne einen Abstecher nach Neder-Over-Heembeek nicht komplett. Diese winzige Gemeinde, oder besser gesagt dieses Dorf, gehört zwar noch zu Brüssel, doch man kann hier schon frische Landluft schnuppern, die vielleicht auch ein wenig von dem pädagogischen Bauernhof Nos Pilifs herüberweht. Auf dem Place Peter Benoit können Sie sich bei der Friterie de Jef Ihre Portion Pommes holen, die hier nicht nur mit Ketchup, Majo und allerlei bunten Saucen, sondern auch mit einem großzügigen Lächeln serviert wird.



    Chez Jef,
    Peter Benoitplein 1120 Neder-over-Hembeek©visit.brussels - Jean-Paul Rémy

    Wie schön, dass das Glück manchmal in eine Papiertüte mit bunter Plastikgabel passt – genießen Sie Brüssel und seine Pommes frites!